Hochwasservorsorge IKONE - Online

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Maßnahmen im Außenbereich

Zur Verhinderung des Wasserzutritts zu einem Gebäude ist dieses in der Regel durch ein umlaufendes Hochwasserschutzbauwerk zu sichern. Im nachfolgenden Bild dargestellt ist als Beispiel ein durch eine umlaufende Spundwand gesichertes Gebäude, bei dem der Zugang durch ein Dammbalkensystem wasserdicht versperrt werden kann. Je nach Art und Lage des zu schützenden Gebäudes können in Abhängigkeit vom erwarteten Hochwasserstand stationäre Hochwasserschutzanlagen bzw. teilmobile oder mobile Hochwasserschutzwände eingesetzt werden.


Bei den teilmobilen Hochwasserschutzwänden handelt es sich im allgemeinen um "mobile" Dammbalkensysteme in Kombination mit einer ortsfesten Halterungskonstruktion, z.B. eingelassene Fundamente zur Verankerung der Hochwasserschutzwand oder fest installierte Stützen mit Führungsschienen zur Aufnahme der Dammbalken.

Bei den mobilen Hochwasserschutzwänden handelt es sich im allgemeinen um Dammbalken, die bis zu einer aus statischen Gründen maximalen Wandhöhe von ca. 2 - 2,5 m übereinandergestapelt sind und auf der dem Wasser abgewandten Seite durch eine Stahlkonstruktion rückwärtig gestützt werden. Deutlich größere Wandhöhen sind aufgrund der dann erheblichen Wasserdruckbelastungen technisch nicht sinnvoll. Beim Schutz von einzelnen Gebäuden bietet sich die rückwärtige Abstützung der Hochwasserschutzwand gegen das Gebäude selbst an.

Bei jeder Art von Hochwasserschutzwänden ist zumindest mit geringen Undichtigkeiten oder auch Unterläufigkeiten zu rechnen. Daher sollten grundsätzlich Pumpen im Außenbereich und im Innenbereich des Gebäudes zum Abpumpen des anfallenden Wassers vorgesehen werden.

Grundregel:
Ein Einsatz von Hochwasserschutzwänden ist nur dann sinnvoll, wenn gleichzeitig ein ausreichender Schutz gegenüber dem Eindringen von Grundwasser und Rückstauwasser aus der Kanalisation besteht.


   
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