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Hochwasservorsorge-Checkliste

 

Was Sie schon heute tun können
 

Gefahren mit der Familie diskutieren, Verhaltensregeln festlegen, Kommunikation ist erforderlich "Wo ist wer, zu welchem Zeitpunkt?", Aufgaben in der Familie verteilen "Wer macht was?". Denken Sie an die Möglichkeit, dass nicht jedes Familienmitglied zu Hause ist. Vor allem mit Kindern sollte abgeklärt sein, wo sie hingehen sollen. Vielleicht ist der kürzere und ungefährlichere Weg der zu Verwandten oder Freunden. Generell sollte überlegt werden, wohin, wenn das Haus verlassen werden muss? (Eine Evakuierung kann angeordnet werden).

Information der Familienmitglieder über getroffene Entscheidungen.
Kinder auf besondere Gefahren aufmerksam machen (Aufsichtspflicht)
Im Eigenbereich überprüfen, ob bauliche Maßnahmen für den Nachbarn eine Erhöhung der Gefahr hervorrufen können (z. B. Stützmauer, Biotop, usw.)
Trinkwasserversorgung kann gefährdet sein (Information über Trinkwasservorsorge beim Wasserversorgungsunternehmen einholen)
Auch für Haustiere oder Vieh auf landwirtschaftlichen Anwesen soll Vorsorge getroffen werden (Unterbringungsmöglichkeiten erheben, Futtervorräte sichern)
Wo befinden sich gefährliche Stoffe die rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden müssen? - Umweltgefährdung
Nachbarschaftshilfe organisieren - wer hilft wem? Kontakt und Informationsaustausch mit dem Nachbarn erleichtert den Nachrichtentluss, da das Hochwasser z. B. die Telefonleitung lahm legen kann.
Kennzeichnung von Eigentum
Regelmäßige Reinigung von Kanalzu- und -abläufen
Selbstschutzmaßnahmen in Betrieben organisieren (in und außerhalb der Arbeitszeit)
Notgepäck und Dokumente für ein eventuell notwendiges Verlassen des Hauses vorbereiten
Die Möglichkeit sondieren, ein Notquartier bei Verwandten, Freunden beziehen zu können
Jedes Familienmitglied sollte wissen, wo sind die Hauptschalter für Wasser, Strom, Heizung, Gas, Öl etc. befinden

 

Letzte Vorbereitung vor dem Hochwasser
 
Jedes Hochwasser verläuft anders! Keine Rückschlüsse aus alten Ereignissen ziehen! Keinen selbsternannten Prognostikern glauben.
 
  • Wetterlage verfolgen.
  • Radio- und Fernsehmeldungen beachten.
  • Beginnenden Stegbau beobachten.
  • Lautsprecherdurchsagen verfolgen.
  • Anweisungen der Behörde beachten!
  • Angeordnete Maßnahmen umsetzen.
  • Laufend bei der Gemeinde informieren, wie sich die Situation entwickelt.
  • Sonderregelung bei Gemeinden in Tälern mit flussaufwärts liegenden Stauanlagen erfragen.
  • Nutztiere aus der Gefahrenzone bringen.
  • Kellertanks absichern, technische Einrichtungen eventuell abmontieren.
  • Elektronische Einrichtungen entfernen oder ausschalten.
  • Straßen, Wege können überflutet sein (Sinnhaftigkeit von Ausfahrten überprüfen); Gefahr erkennen (Aquaplaning, Treibgut, Steinschlag); als sicher angesehene Verkehrswege können Lebensgefahr bedeuten.
  • Gefährdung durch aufgestautes Treibgut beachten.
  • Abdichtungsmaßnahmen vorbereiten bzw. durchführen.
  • Fahrzeuge aus der Garage / Abstellplatz in Sicherheit bringen.
  • Nachbarschaftshilfe organisieren und durchführen. Nichtbetroffene sollen Betroffenen unaufgefordert helfen.
  • Haupthähne für Gas, Wasser, Strom abdrehen! (Achtung: Tiefkühltruhe).
  • Gegenstände, die nicht nass werden dürfen, aus dem Keller räumen!
  • Notgepäck griffbereit halten.
  • Eigensicherheit beachten.
Nach dem Hochwasser
 
  • Aufräumung rasch beginnen, Seuchengefahr durch Tierkadaver, der Schlamm wird hart etc.
  • Hausbrunnen entkeimen, Wassergüte überprüfen lassen (Vorschriften beachten).
  • Vorsicht beim Öffnen von Garagen- und Hallentoren.
  • Erst mit dem Auspumpen des Kellers beginnen, wenn draußen der Wasserstand sinkt, da sonst Unterspülung droht.
Auto und Hochwasser
 
  • Zeichnet sich die Gefahr eines Hochwassers ab, ist folgendes zu tun: Fahrzeuge aus der Garage in Sicherheit bringen (eher zu früh als zu spät).
  • Fahrzeuge, die im Freien abgestellt sind, aus der Gefahrenzone (See, Fluss, bereits überflutete Straßen) bringen.
  • Achtung Urlauber! Auch an Ihrem Ferienort kann es unvermutet zu kritischen Ereignissen kommen. Prüfen Sie die Situation, ehe Sie Ihr abgestelltes Fahrzeug für mehrere Stunden verlassen.
  • Müssen Sie eine überflutete Stelle passieren: "Tasten" Sie sich langsam vor (auch Schrittgeschwindigkeit kann zu schnell sein); dringt Wasser in den Motorraum, droht ein kapitaler Schaden.
  • Nach längeren Fahrten den Motor abstellen, damit der Katalysator abkühlt, ehe Sie durch das Wasser fahren. Die Temperatur des Kat liegt bei etwa 700 Grad, wird er plötzlich abgekühlt, kann der Keramikkopf springen.
  • Stand das Kfz bis zur Ölwanne oder gar über die Räder hinaus im Wasser, Motor nicht mehr starten! In die nächste Werkstätte zur Überprüfung schleppen (Bremsflüssigkeit und Öl wechseln etc.).
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